„Andernacher Führungstag“ widmete sich „glücklichen Beziehungen im Führungsalltag“


Die Bedeutung der Beziehungen der Führungskräfte zu ihren Mitarbeitern stand beim zweiten „Andernacher Führungstag“ im Fokus. Es geht um glückliche Beziehungen“, sagte Sigrun Lauermann, Leiterin der RMA, die durch den Tag führte. Erfolgreich Mitarbeiter zu führen heißt, vertrauensvolle Beziehungen zu ihnen aufzubauen, zu pflegen und zu erhalten. Doch wie kann dies gelingen? Die eigene Persönlichkeit, Souveränität, Identität und das Selbstverständnis als Führungsperson spielen eine entscheidende Rolle. Die Vorträge namhafter Referenten stellten verschiedene Ansätze aus unterschiedlichen Blickwinkeln vor.
„Führung merkt besonders dann, wenn sie nicht funktioniert“, sagte LKH-Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß. Als aktuelle Beispiele nannte er u.a. „totales Politikversagen“ wie man es derzeit in Großbritannien erleben muss. In Krankenhäusern „haben wir einen tollen Auftrag, die Menschen vertrauen uns.“ Allerdings ist das Umfeld schwierig, was wiederum einen Wettbewerb um Fachkräfte als „entscheidenden Aspekt“ zur Folge hat. Das macht das Thema Führung zu einem bedeutungsvollen, so der Geschäftsführer.
Unter den Referenten stach gleich der erste hervor: Leo Martin ist ein ehemaliger Geheimdienstagent und Buchautor. Er bezog in seinen Vortrag die Zuhörer aktiv mit ein und sorgte für Kurzweil. Martin zeigte, dass es im menschlichen Handeln einen Bereich gibt, „da wird nicht mehr rational abgewogen“. Und es wird „spannend, wenn wir das selbe Verhaltensmuster immer wieder entdecken“. Damit Vertrauen entstehen kann, macht er „Grundbedürfnisse“ aus: Sicherheit (der Mitarbeiter muss wissen, woran er bei mir ist) und Klarheit in der Kommunikation.
Akzeptanz von Verschiedenheit Basis jeglicher Kommunikation
Für jeden Menschen ist die gegenseitige Akzeptanz von Verschiedenheit die Basis jeglicher Kommunikation“, sagte Prof. Dr. Hardy Wagner (Bildungs- und Chancen-Stiftung „Stufen zum Erfolg“). Eine der wirkungsvollsten Erfolgsgrundlagen ist wertschätzende Kommunikation. Soweit hierfür keine Begabung vorliegt, können die wichtigsten Elemente auch erlernt werden.
Karin Greßler und Renate Freisler, beide aus einem Unternehmen für Unternehmens- und Organisationsentwicklung, sprachen über ein „agiles Mindset“, um die Führungspersönlichkeit zu entwickeln. Agiles Führen bedeutet, sich immer wieder auf neue Rahmenbedingungen einzustellen, neu zu bewerten und flexibel zu agieren. Die agile Führung stellt das Team in den Mittelpunkt. Die Referentinnen gaben Impulse, wie man agil führen, Vertrauen schaffen und Beziehungen pflegen kann.
Mit Ethik und Anstand Menschen gewinnen, „ohne Psychotricks“, und so souverän führen - das stand im Fokus des Vortrags des Kommunikationspsychologen Dr. Frank Hagenow. Im Alltag wird oft übersehen, dass Führung zu einem Großteil Beziehungsmanagement bedeutet. Wer Menschen führt, so Hagenow, trägt Verantwortung für einen anständigen Umgang mit seinen. Prof. Dr. Guido Mohr (Universität Witten/Herdecke) zeigte, dass man sich nicht auf ein bestimmtes Vertrauensverständnis festlegen muss. Man sollte in der Lage sein, Vertrauen dynamisch zu betrachten und zu reflektieren.

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